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Waldbewirtschaftung ist Trumpf

Je weniger man in den Wald eingreift, desto besser ist es für ihn? Falsch gedacht! Nur wenn man den Wald nachhaltig und zeitgemäß bewirtschaftet, bleiben Klimaschutz-, Wirtschafts- und andere Funktionen langfristig erhalten. Vor allem „hof-fernen“ WaldbesitzerInnen ist dies oft nicht bewusst. Das Projekt „(Z)Eichen setzen“ setzt genau hier an.

 

Silvia Udwary lebt in Wien und hat mit ihrem Bruder kleinere Waldstücke im Bezirk Leibnitz geerbt. Sie ist damit eine von rund 3.000 steirischen WaldbesitzerInnen, die sich an der Aktion „(Z)Eichen setzen“ beteiligt hat. Das Ziel des Projekts ist es darauf hinzuweisen, dass der Wald nur dann langfristig gesund und wertvoll bleibt, wenn man ihn bewirtschaftet. Udwary bestätigt: „Nachhaltige Bewirtschaftung ist mir im Sinne von Biodiversität, Naturschutz und Klimaschutz wichtig.“ Ein weiterer positiver Aspekt für die in Wien wohnhafte Waldbesitzerin: „Über das ‚Projekt (Z)Eichen setzen‘ haben wir erfahren, dass es interessante Unterstützungsmöglichkeiten gibt, die es ermöglichen, kleine Waldstücke zu bewirtschaften, wenn man nicht vor Ort lebt.“

 

Potenzial des Waldes erkennen

Auch Martin Hofbauer hat sich am Projekt beteiligt: „Ich habe rund 2 Hektar Wald, den ich vor einigen Jahren geerbt habe“, erzählt der Waldbesitzer aus Lannach. „Der Wald war bei uns immer in Familienbesitz, deshalb war auch die Bewirtschaftung immer Thema. Ich kann aber gut nachvollziehen, dass man das Potenzial des Waldes nicht erkennt, wenn einem der Bezug fehlt“, verweist Hofbauer auf die Klimaschutzfunktion und die wirtschaftliche Komponente.

 

• Alleine in steirischen Wäldern sind rund 200 Millionen Tonnen Kohlenstoff gebunden. Holzprodukte, die durch Bewirtschaftung aus geernteten Bäumen hergestellt werden, binden den Kohlenstoff langfristig. Stirbt ein Baum ab und bleibt im Wald liegen, wird der gebundene Kohlenstoff hingegen wieder freigesetzt. In Zeiten des Klimawandels wird diese Klimaschutzfunktion des Waldes bzw. von Holz immer wichtiger.

• Auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich die Bewirtschaftung für die Waldbesitzer. Mit einem Bruttoproduktionswert von über 4 Milliarden Euro stammt rund ein Sechstel der steirischen Wirtschaftsleistung aus der Forst- und Holzwirtschaft.

 

Den Wald zukunftsfit machen

In der Steiermark wächst mehr Holz nach, als genutzt wird: Alle 3 Minuten ungefähr die Holz-Menge für ein Holzhaus – in den letzten Wochen unter anderem in Form der rund 60.000 Bäume, die im Rahmen von „(Z)Eichen setzen“ gepflanzt wurden. Mehr dazu …

 

 

Franz Kreimer, Bürgermeister von Mitterdorf/Raab und Waldbesitzer über seine Motivation dazu, Zeichen für den Klimaschutz zu setzen: „Ich möchte nicht, dass rund 1.200 m² Steilhanglage wild zuwächst und will den Bereich durch die Neupflanzung mit Mischwald zukunftsfit machen. Außerdem sorgt die Bewirtschaftung für einfachere Pflege und ein schönes Landschaftsbild.“

 

Zahlen zum Wirtschaftsfaktor Holz

• Rund 55 Prozent der steirischen Waldfläche sind Kleinwald, mehr als 40.000 WaldbesitzerInnen gibt es hierzulande.(Quelle)

• Fast das gesamte Holz, das geerntet wird, wird auch im Inland verarbeitet (90 Prozent) – die Wertschöpfung bleibt im Inland.

• Neue Arbeitsplätze: Bei einer zusätzlichen Holznutzung von 1,4 Millionen Festmetern jährlich in der Steiermark könnten alleine in der Holzernte über 700 Arbeitsplätze mehr geschaffen werden und das, ohne den Holzvorrat abzubauen.

• Holz ist die Grundlage einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige Österreichs. 300.000 Menschen beziehen ein Einkommen aus der Forst- und Holzwirtschaft – rund 55.000 davon in der Steiermark. Damit zählt die Holzbranche zu den größten Arbeitgebern in Österreich. Zum Vergleich: Im Gesundheitswesen arbeiten 248.000 Menschen, im Baugewerbe 246.000 Menschen, im Gastgewerbe 203.000 Menschen. (Quelle)

 

„(Z)Eichen setzen“ ist ein gemeinsames Projekt, getragen vom steirischen Forst, dem steirischen Waldverband und proHolz Steiermark.

 

Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union.

 

 

 

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