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Wenn Kinder ihre Eltern erziehen

Lernen von den Kleinsten

Man kennt es von der Mülltrennung: Wenn es um die Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft geht, nehmen Kinder eine zentrale Rolle ein. Weil Wissensvermittlung aber dann am besten funktioniert, wenn man das Gelernte auch gleich praktisch umsetzen kann, setzt proHolz Steiermark gemeinsam mit Partnern im Zuge von „(Z)Eichen setzen“ und anderen Projekten auf die praktische Vermittlung.

 

Man spürt es, wenn man durch den Wald geht. Und man hat es vielleicht auch in der Schule gelernt: Der Wald sorgt für frische Luft. Weniger bekannt ist hingegen, dass diese – und alle anderen – Waldfunktionen nur dann erhalten bleiben, wenn man den Wald bewirtschaftet. Selbst vielen (kleinen) WaldbesitzerInnen fehlt es an diesem Wissen. Das ist einer der Gründe, warum proHolz Steiermark gemeinsam mit Partnern das Projekt „(Z)Eichen setzen“ initiiert hat und dabei auch ganz bewusst Schulkinder mit ins Boot geholt hat. Rund 1.000 steirische Schulkinder wurden dadurch erreicht.

 

Bewirtschaftung ist essentiell

An der „ersten Holzschule“ NMS Holz & Gestaltung in Graz Straßgang haben sich alle Schulstufen beteiligt. Direktor Christian Haberl: „Wir hatten zuerst Workshops, in die die Schülerinnen und Schüler aktiv einbezogen wurden. Im Rahmen von Versuchen, etwa mit Luftballonen und Wasserflaschen, wurde die Kohlenstoffspeicherfunktion bewusst gemacht. Und auch, dass die Bewirtschaftung ganz wichtig ist, da herrscht leider viel Unwissen.“

Holzprodukte, die aus geernteten Bäumen hergestellt werden, binden den Kohlenstoff langfristig. Stirbt ein Baum ab und bleibt im Wald liegen, wird der gebundene Kohlenstoff hingegen wieder freigesetzt.

 

Wissen wird an die Eltern weitergegeben

Haberl ist überzeugt davon, dass die Kinder hier eine wichtige „Erziehungsfunktion“ einnehmen, auch was das Bewusstsein der Eltern betrifft. „Solche Projekte sind ja etwas Besonderes und davon erzählt man zuhause. Nach den Workshops folgte das Pflanzen der Bäume im Wald hinter dem Schloss St. Martin, das haben wir mit einem Wandertag verbunden. Die anwesenden FörsterInnen haben uns genau erläutert, warum das Bewirtschaften so wichtig ist und die Kinder waren sehr interessiert.“

Das bestätigt auch Andrea Handl von der Volksschule Graz-Afritsch, die mit ihren Kindern bei „(Z)Eichen setzen“ mitgemacht und in der Nähe des Hilmteichs gemeinsam mit einer Försterin Bäume gepflanzt hat: „Wenn die Kinder von einem Ausflug wie diesen begeistert sind, dann erzählen sie davon zuhause. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, hinaus zu gehen und etwas wirklich selbst zu erleben. Manche Kinder haben gar keine Ahnung, wie die Tiere in den Wald kommen oder ähnliches.“ Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proHolz Steiermark: „Bei ‘(Z)Eichen setzen‘ geht es uns um eine langfristige Bewusstseinsbildung. Kinder erlangen das Wissen, setzen es um und erreichen damit auch die Eltern – ganz ähnlich wie bei der Mülltrennung“, erläutert Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proHolz Steiermark.


Nutzen muss gegeben sein

Direktor Christian Haberl über nachhaltige Bewusstseinsvermittlung: „Es profitiert ja nicht nur die Umwelt davon, wenn der Wald bewirtschaftet und das Holz genutzt wird. Holz hat auch in Produkten sehr viele Vorteile und es geht darum, diese den Kindern und damit auch den Eltern zu vermitteln. Letzten Endes muss man schon einen Nutzen davon haben, damit man sein Verhalten verändert und der ist bei Holz ja auf jeden Fall gegeben.“

 

Bewusstsein steigt

Woran erkennt man eigentlich, dass sich beim Bewusstsein etwas verändert hat? Haberl: „Es gibt sicher noch großes Potenzial. Aber es freut mich, wenn mich die Kinder fragen, warum ein bestimmtes Produkt aus Holz ist oder nicht. Unlängst haben wir ein Hochbeet aufgebaut und da kam diese Frage. Das zeigt schon, dass das Bewusstsein steigt.“

 

Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union.

 

 

 

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